Kontemplation

Am letzten Wochenende fand in Essen das Emergent Forum statt. Dort bot Yotin eine Experimentier-Werkstatt Meditation an. In dieser Werkstatt ging es darum anhand einiger Übungen mit Meditation zu Experimentieren. Yotin legte den Schwerpunkt hier bewusst nicht auf die Reflexion, sondern das Erleben der Meditation.

In einer kurzen Zeit der Erläuterung sprach er darüber, dass ein besonderer Aspekt von Meditation darin besteht genau eine Sache zu machen. Dieser Aspekt wird des Öfteren davon begleitet, wieder zu der einen Sache zurück zu kommen.

Ich freue mich, dass wir heute Yotins Kapitel aus dem bzwLEBEN-Buch hier veröffentlichen können. Ab jetzt kannst Du das Kapitel Kontemplation – keine Bedienungsanleitung als PDF hier herunterladen, und somit noch etwas an Reflexion zu Kontemplation und Meditation aufnehmen.

In einem Blogeintrag, den ich im März hier veröffentlicht habe, war die Rede von einem Wort, das sich im Prozess des Lektorats in das Buch geschlichen hatte: Verweilen bei dem was ist. Bei der Version, die wir dir hier anbieten, handelt es sich um den ursprünglichen Text ohne »ER«.

Nun aber genug der Vorrede. Ich wünsche eine inspirierende Lektüre des Kapitels und gute Zeiten der Kontemplation:

› Kontemplation – keine Bedienungsanleitung

Falls du das komplette Buch noch nicht in deinem Regal stehen hast, kannst du es dir gerne über die Seite des Verlags bestellen: Beziehungsweise Leben.

27.11.2010 / Daniel bzwBETEN

Alternative Gottesdienstgestaltung

Wie kann eine alternative Gottesdienstveranstaltung aussehen? Dieser Frage geht Mike Bischoff anhand des »SundayPlaza« nach. »SundayPlaza« ist eine gottesdienstliche Veranstaltung im »Netzwerk«, einer Bewegung im Raum Thun/Schweiz.

Ab jetzt kann das komplette Kapitel von Mike Bischoff hier heruntergeladen werden.

26.07.2010 / Daniel bzwORGANISIEREN

Neuere Rezensionen

Wir hatten vor einiger Zeit Reaktionen auf unser Buch gesammelt. Vorhin stolperte ich wieder über eine solche, und möchte hiermit auf zwei neuere Reaktionen hinweisen:

Eine Rezension auf Amazon

G. J. Matthia hat eine Rezension zu unserem Buch auf Amazon.de geschrieben, daraus möchte ich einen Abschnitt zitieren:

Das Buch beleuchtet hauptsächlich drei Themenbereiche. »Beziehungsweise beten«, »beziehungsweise handeln« und »beziehungsweise organisieren«. Das klingt erst mal recht theoretisch, aber die Lektüre zeigt schon auf den ersten Seiten, dass hier Frauen und Männer aus ihren persönlichen Erfahrungen heraus schreiben, Misserfolge und Irrwege eingeschlossen. Nur wer gar nichts wagt, ist einigermaßen sicher vor Fehlern, doch ein solch langweiliges Leben ist das Anliegen dieses Buches nicht. Sondern ein Leben in Beziehungen – göttlichen wie menschlichen.

› hier geht’s zur Rezension

Ein Blogeintrag

Albi schreibt in seinem Blog, dass er das Buch durchgelesen hat, und ich möchte seinen letzten Abschnitt hier zitieren:

das buch ist insgesamt sehr praxisbezogen, und durch die 172 seiten auch für leute geeignet die nicht ganz so viel lesen, aber trotzdem neues frisches futter wollen. in kleinen artikel-häppchen kann man so genüsslich durch das buch streifen. was mich etwas gestört hat, das sämtliche fußnoten am ende des buches sind. aber sonst sehr lesenswert, und schon rein optisch einen kauf wert.

› hier geht’s zum Blogeintrag

Vielen Dank für eure Reaktionen.

Wir hoffen, dass wir weiter durch das Buch inspirieren können und freuen uns von euren Erfahrungen zu hören.

03.04.2010 / Daniel Mitteilung

Verweilen bei dem was ist

Im beziehungsweise BETEN Teil des Buches findet sich ein Artikel mit dem Titel »Kontemplation – Keine Bedienungsanleitung« von Yotin Tiewtrakul. Als ich Yotin vor Kurzem im Ansverus Haus traf und er aus seinem Kapitel las, erwähnte er, dass im Zuge des Lektorats ein Wort zu seinem Artikel hinzugefügt worden war, das den Sinn der Aussage veränderte, jedoch so klein ist, dass es kaum auffällt. Dort im Ansverus Haus baten wir alle ihr Buch auf Seite 37 aufzuschlagen und ein Wort durchzustreichen, doch bisher fehlten mir die rechten Worte dies auch hier aufzugreifen. Nun hat Yotin einen Eintrag in sein Blog getippt, in dem er genau auf diesen Zusammenhang zu sprechen kommt, und da er selbst am besten darstellen kann, um was es ihm hier geht, möchte ich etwas aus seinem Eintrag hier zitieren:

In meinem Manuskript beschrieb ich die Haltung eines Menschen, der in die Kontemplation gezogen wird, so:

“Und so ist das, was man gemeinhin ‘kontemplatives Gebet’ nennt, vom Wesen her eine Übung des Zustimmens. Deshalb hören wir bei dieser Art des Betens auf, Gott um konkrete Dinge zu bitten oder über ‘geistliche Dinge’ nachzudenken. Die innere und äußere Haltung sind die eines absichtslosen Verweilens bei Gott oder dem, was ist.”

Das Lektorat fügte im letzten Satz das Personalpronomen “er” hinzu. Darum steht nun gedruckt in “beziehungsweise LEBEN“:

“Die innere und äußere Haltung sind die eines absichtslosen Verweilens bei Gott oder dem, was er ist.”

Leute, ich interessiere mich nicht für “Gott”. Wirklich. So lange wir noch in unseren abgegriffenen Geschichten und Phrasen herumstochern, ob noch etwas Frisches zu finden ist, wird uns der Gott, der kommt, niemals begegnen können. Denn so erlauben wir ihm nur das zu sein, was wir aussagen können. Und das ist zu wenig.

Etwas weiter unten schreibt er:

Wenn wir uns der Meditation widmen, einer Übung, um “bereit zu sein” und “zuzustimmen”, dann müssen wir auch bereit sein, einem “Gott” zu begegnen, den wir (noch) nicht kennen. Dann müssen wir auch bereit sein, “Gott” nicht zu begegnen. Wir können nicht das “Ergebnis” von Meditation vorher schon festlegen.

Bevor ihr jedoch den Artikel und die Kommentare dazu lest, bitte ich euch das Buch zur Hand zu nehmen, es auf Seite 37 aufzuschlagen, und das Wort »er« in der siebten Zeile zu streichen. Vielen Dank. Und nun der Link zu Yotins Blogeintrag:

› Ich interessiere mich nicht für Gott

31.03.2010 / Daniel bzwBETEN

Die Welt auf den Kopf stellen

Die Welt auf den Kopf stellen

Für die aktuelle Ausgabe des Magazins THE RACE durfte ich in der Rubrik »quergedacht« einen Artikel zu relationalen Gedanken beitragen. Dank der freundlichen Genehmigung der Herausgeber, ist der Artikel nun auch für uns alle im Web les- und kommentierbar.

In diesem Sinne empfehle ich die Lektüre, und wer mag, darf gerne einen Kommentar dort lassen, oder den Artikel anderen weiterempfehlen:

› zum Artikel: Die Welt auf den Kopf stellen

30.03.2010 / Daniel Mitteilung

bzwLEBEN im Ansverus Haus

Blick in die Runde

Am Sonntag vor einer Woche fand im Ansverus-Haus in Aumühle bei Hamburg eine besondere Veranstaltung mit unserem Buch statt. Yotin Tiewtrakul organisierte gemeinsam mit Anja Neu-Illg und Kirsten Faupel-Drevs eine Veranstaltung die unter dem Namen »Lesung | Gespräch | Schweigen« stand. Die Verbindung aus Begegnung, Lesung, Gespräch und Schweigen in der Krypta des Hauses haben mir sehr gut gefallen.

Yotin liestDaniel liest

Da Martin einen ausführlichen Eintrag zu der Veranstaltung geschrieben hat, werde ich keine weiteren Worte mehr verlieren und euch die Lektüre seines Eintrages empfehlen:

› Ein Besuch im Ansverus-Haus in Aumühle.

Einige weitere Bilder der Veranstaltung finden sich in einem Album der facebook-Seite des Ansverus-Hauses:

› Album: Lesung | Gespräch | Schweigen

07.03.2010 / Daniel Mitteilung

Missionaler Aufbruch

Es geht ja doch!Unter dem Motto »Es geht ja doch! – missionaler Aufbruch in „ganz normalen“ Gemeinden« wird vom 12. bis 14. März 2010 in Erlangen ein Wochenende mit Alan Roxburgh (Vancouver) stattfinden.

Wir empfehlen allen, die die missionalen Ansätze und Andeutungen im Buch anregend fanden, an diesem Wochenende mit Alan Roxburgh teilzunehmen. Auch gerade dann, wenn du diese Ahnung hast, dass sich diese Ansätze nicht mit deiner Gemeinde vertragen, oder dass eine solche Ausrichtung nur in so genannten Neugründungen möglich ist. Alan Roxburgh hat viel Erfahrung mit missionalen Ansätzen in Verbindung mit „normalen“ Gemeinden. Weitere Infos und die Möglichkeit dich anzumelden, findest du auf dieser Seite zur Veranstaltung.

13.02.2010 / Daniel bzwHANDELN

beziehungsweise MOBIL

Gestern Abend habe ich mir einen TED-Vortrag von Stefana Broadbent angesehen. Darin spricht sie darüber wie die mobile Kommunikation Intimität fördert.

Es ist immer wieder davon zu hören, dass die Möglichkeiten der mobilen Kommunikation Menschen eher isolieren, als dass sie Beziehungen fördern. Broadbent weist in ihrem Vortrag darauf hin, dass mobile Kommunikation Intimität ermöglicht. Hierbei geht sie zunächst auf den Aspekt der Zerstreuung ein und spricht dann über die Umstände in denen Menschen mittels mobiler Möglichkeiten kommunizieren.

Kommunikationsverhalten in Zahlen

Ihre Meinung, dass mobile Kommunikation nicht unbedingt zur Zerstreuung führt und Menschen trotz hoher „Freundeszahlen“ isoliert werden, erläutert sie anhand einiger Zahlen: Während der durchschnittliche Facebook-Nutzer 120 Freunde hat, pflegt er dennoch, nach Angaben von Facebook, lediglich mit 4 – 6 Kontakten regelmäßigen Austausch. Ähnliche Zahlen treffen auch auf Benutzer von Chat-Programmen zu. Viele haben um die 100 Kontakte, chattet jedoch nur mit 2 – 5 Personen regelmäßig. Ein besondere 80-20 Regel stellte sie auch in der Handynutzng fest, 80% der Anrufe verteilen sich auf 4 Leute. Über Skype telefonieren die meisten Nutzer wohl lediglich mit 2 Personen regelmäßig. Sie sieht darin ein Indiz, dass mobile Kommunikation nicht zur Zerstreuung und Vereinsamung führt, sondern dass die Möglichkeiten vor allem dazu genutzt werden, Beziehungen zu pflegen.

Orte der mobilen Kommunikation

Den zweiten Schwerpunkt ihres Vortrages sehe ich in der Darstellung der Umstände in denen Menschen mobile Kommunikationswege nutzen. Hier führt sie eine ganze Reihe von Menschen an, die ihre Beziehungen auf diese Weise pflegen. Sie sieht hier vor allem die Kontaktmöglichkeiten in den Pausen bei der Arbeit, in Schule oder Univerität als bedeutend an. Menschen mit Migrationserfahrung oder solche, deren Freunde oder Verwandte weit entfernt wohnen, nutzen mobile Kommunikationswege zur Pflege ihrer Beziehungen. Auf diese Weise geben sie einander beispielsweise per Videochat Anteil an ihrem Leben und erfahren dabei Nähe. Ähnliches gilt für Freunde die während der Aufmerksamkeitspausen im Laufe des Arbeitstages miteinander chatten oder sich per SMS an ihrem Leben Anteil geben.

Was denkt ihr?

Welche Rolle spielt die mobile Kommunikation bei euch?
Was denkt ihr zu den hier geäußerten Gedanken?

02.02.2010 / Daniel bzwLEBEN

Lesung | Gespräch | Schweigen

Flyer bzwLEBEN im Ansverus-Haus

Am 28. Februar wird von 16 – 21 Uhr eine besondere Veranstaltung zu unserem Buch im Ansverus-Haus stattfinden. Yotin und ich werden aus unseren Kapitel lesen, wir werden ins Gespräch kommen und in die Krypta, den Raum der Stille, eintreten.

Falls du also aus dem Großraum Hamburg kommst, oder eine Gelegenheit für eine kleine Reise suchst, laden wir dich herzlich ein am 28. Februar dort hin zu kommen. Wir werden hier in Kürzere nähere Infos bekanntgeben. Du kannst dich bereits jetzt über den passenden Facebook-Eintrag anmelden, informieren und allen deinen Freunden davon erzählen. Für weitere Infos oder deiner Anmeldung kannst du dich auch schon jetzt an Yotin (cantor (at) ansverus-haus.de) wenden.

01.02.2010 / Daniel Mitteilung

Gemeinsame Werte

Gestern hielt ich ihm Rahmen eines Kaffeekränzchens zu Strukturen und einer positiven Führungskultur ein kurzes Impulsreferat. Darin bezog ich mich auf den Artikel »ermöglichende Strukturen« aus dem dritten Teil des Buches. In der Vorbereitung dazu fiel mir auf, dass im letzten Teil des Artikels (Rahmenbedingungen schaffen) neben positiver Führungskultur, Umgang mit Informationen und echten Beteiligungsstrukturen ein wesentlicher Aspekt ungenannt bleibt: gemeinsame Werte. Die gemeinsamen Werte erschienen uns wohl zu selbstverständlich als dass wir sie erwähnt hätten, oder aber ich habe sie einfach vergessen.

Wenn wir jedoch eine Organisation leben wollen, die auf ein direktives Führungsorgan verzichtet, die Möglichkeiten der Selbstorganisation des Systems ausschöpft und kreative Mitgestaltung aller Beteiligten wertschätzt, dann können wir auf gemeinsame Werte nicht verzichten. Sie bilden vielmehr die Grundlage unseres Handelns, und ermöglichen uns als dezentraler Organisation unsere gemeinsam gesteckten Ziele zu erreichen.

In ihrem Buch »Der Seestern und die Spinne« schreiben Ori Brafman und Rod A. Beckström über die Bedeutung des gemeinsamen Wertesystems einer dezentralen Organisation. Sie bezeichnen die gemeinsamen Werte als verbindendes Element einer solchen Organisation und weisen damit über Zusammengehörigkeitsgefühl, Freiheit und Vertrauen hinaus (Vgl. Seite 83). Die gemeinsamen Werte ermöglichen gemeinsames Handeln und bilden dabei die Grundlage, die es ermöglicht in Freiheit, ohne ständige Absprachen im Sinne der Organisation zu handeln. In diesem Sinne stellen gemeinsame Werte auch den Nährboden des Vertrauens dar.

Verstehen wir Leitung also mehr im Sinne verbindenden Elemente einer Organisation, und nicht als direktives oder gar kontrollierendes Organ, können wir auf gemeinsame Werte nicht verzichten. Diese Werte, sollten meiner Ansicht nach – analog zu den im Artikel erwähnten Zielen und Perspektiven – unter Einbeziehung der gesamten Organisation entwickelt werden.

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In diesem Sinne schlage ich vor, dass du dein beziehungsweise leben-Buch zur Hand nimmst, es auf Seite 172 aufschlägst und die Überschrift »GEMEINSAME WERTE« hinzufügst. Unter diese Überschrift kannst du dann ja einfach den Link zu diesem Eintrag vermerken und deine Gedanken hier in den Kommentaren hinterlassen – auf diese Weise schreiben wir gemeinsam an den Gedanken zur Realisierung ermöglichender Strukturen in unseren Organisationen weiter…

07.01.2010 / Daniel bzwORGANISIEREN