Erste Reaktionen

Mit unserem Buch wollen wir einen Beitrag zu den Überlegungen leisten wie Nachfolge, Gemeinde und das Leben überhaupt heute aussehen könnten. Daher freuen wir uns sehr wenn das Buch inspiriert und Leserinnen und Leser ihre Gedanken zu den Überlegungen äussern. Hier werde ich immer wieder auf solche Äusserungen hinweisen.

Heute wurde ich auf zwei Blogeinträge aufmerksam in denen auf zwei Kapitel aus Beziehungsweise Leben eingegangen wurde.

Strukturen für selbstorganisierende Netzwerke ermöglichen

Dieser Eintrag stellt kurz die Gedanken des Kapitels „Ermöglichende Strukturen: Einige Gedanken zu Strukturen und Leitung in Gemeinden“ dar, der von Dagmar Begemann, Daniel Ehniss und Dominik Sikinger gemeinsam geschrieben wurde. Die fünf Merkpunkte zum Changemanagement vom Ende des Eintrages möchte ich hier gerne Zitieren:

  • Finde heraus, in welcher Phase deine Gemeinde gerade lebt…
  • Denke von den vorhanden Menschen (Netzwerken) her
  • Entwickle eine Leitungskultur ohne Kontrollzwang, sondern als moderierendes Gremium
  • Lass unter der Dachmarke viele kleine Submarken wachsen, die auch in Konkurrenz untereinander leben können (der Markt ist groß genug)
  • Fördere die Kommunikation über die Vision, Berufung, Leidenschaft (Schätze) der Gemeinschaft / Subgruppen

› Hier geht’s zum Artikel…

Volkskirche bleiben und Spiritualität vertiefen – wie geht denn das?

In diesem Eintrag geht der Autor des Blogs, der selbst auch Pfarrer einer evangelischen Kirchengemeinde ist, auf das Kapitel von Walter Faerber mit der Überschrift „Spiritualität und Volkskirche: Überlegungen zu geistlichen Kernen in evangelischen Volkskirchen“ ein. Er führt Gedanken aus dem Kapitel an, kommentiert sie von Zeit zu Zeit und fügt am Ende einen zustimmenden Kommentar angereichert durch eigene Erfahrungen hinzu.

› Hier geht’s zum Artikel…

Die Einträge die hier aufgegriffen wurden stammen allesamt aus dem dritten Teil beziehungsweise Organisieren und beschäftigen sich mit Möglichkeiten Gemeinschaft im Alltag zu leben. Am Ende bleibt mir Danke für die guten Einträge zu sagen!

Ich freue mich sehr wenn wir es schaffen für den Austausch über die Gedanken in unserem Buch tatsächlich Blogs zu nutzen und werde, wie oben erwähnt auch weiterhin auf interessante Beiträge hinweisen. Solltest du einen solchen Beitrag finden den du noch nicht hier gesehen hast bitte ich dich mir einen Nachricht über das Kontaktformular zukommen zu lassen.

26.09.2009 / Daniel bzwORGANISIEREN

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Vorwort der Herausgeber

Wir sind uns jetzt mehr denn je über die Bedeutung von Beziehungen bewusst. Dieses Bewusstsein ermöglicht uns auch, Gott unser Leben und unsere Spiritualität in einem neuen Licht zu sehen. Einiges, was im Schatten der Überbetonung des Individuums stand, kommt wieder ans Licht, und wir entdecken vieles neu. Dieses Buch gleicht einer Entdeckungsreise, auf der wir die Bedeutung von Beziehungen aus dem Schatten holen und zugleich lernen wollen, unser ganzes Leben in diesem Licht zu sehen. Dabei macht Gott selbst es uns vor, nimmt uns hinein in seine drei-einige Beziehung und inspiriert uns. Die drei Personen Gottes stehen in einem immerwährenden Austausch miteinander, einigen sich immer wieder kommunizieren in ihrer Zuwendung miteinander und handeln dann gemeinsam. In der Einleitung versuchen wir, dem Geheimnis des dreieinigen Gottes auf die Spur zu kommen, um dann im ersten Teil des Buches unsere Hinwendung zu Gott zu reflektieren. Inspirierende Beiträge über Möglichkeiten, mit Gott zu kommunizieren, ihn zu verstehen und in dieser Kommunikation Grundlagen unseres Handelns zu finden, machen diesen Abschnitt aus. Im zweiten Teil entfalten einige Autoren praktische Visionen des Handelns im Einklang mit Gott und Menschen. Dieser Teil ist geprägt vom Gedanken der liebevollen Hinwendung Gottes an uns Menschen. Im dritten Teil werden einige Gedanken zu Möglichkeiten der gelebten Gemeinschaft, gemeinsam gestalteter Nachfolge, entfaltet. Wir glauben, dass ein organisiertes gemeinschaftliches Leben uns dabei unterstützt, im Einklang mit Gott zu leben und zu handeln. Auch wenn das Buch um der Nachvollziehbarkeit willen in diese Bereiche eingeteilt ist, so wollen wir dennoch darauf hinweisen, dass es sich dabei nicht um getrennte Bereiche handelt, sondern dass sie je für sich Aspekte des Lebens sind.

Wir Herausgeber entwickelten das Grundkonzept des Buches, da wir selbst im Einklang mit Gott und Menschen leben wollen und dabei sowohl Erfolgserlebnisse hatten als auch neue Herausforderungen entdeckten. Die Phase des gemeinsamen Herausgebens dieses Buches hat uns auch immer wieder gezeigt, dass wir die Fragen nach einem solchen Leben in unserer Gesellschaft aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachten, und wir waren immer wieder erstaunt davon, was der andere sieht. Wir kamen dabei bisweilen zu anderen Ergebnissen und folgten anderen Ansätzen – diese unterschiedlichen Ansätze und Zugänge können auch in vielen Kapiteln der Autorinnen und Autoren entdeckt werden, die einen Teil ihres Lebens hier für jede Leserin und jeden Leser öffnen und ihren inspirierenden Beitrag leisten. Vor Dir liegt kein Buch mit klaren Handlungsanweisungen, vielmehr ein Buch, das Deine Fantasie anregen möchte, das Dich inspirieren möchte, Dein Leben und Handeln genau dort, wo Du lebst, im Einklang mit Gott zu gestalten.

Mit diesem Buch wollen wir uns bewusst öffnen und dir Einblicke in unser Nachdenken, unser Handeln und Leben ermöglichen. Wir öffnen jedoch auch Gedanken unterschiedlicher Disziplinen und Ansätze füreinander und verbinden Unterschiedlichstes zu einer weiteren Vision. Hierbei wollen wir sowohl reflektiert als auch für jeden verständlich schreiben. Wir schreiben aus unserer heutigen Sicht und sind uns darüber bewusst, dass sich auch unser Leben und Denken weiter verändern wird. Wir wollen keine Linien ziehen und niemanden ausgrenzen, vielmehr wollen wir einladen und offen sein. Ein Teil dieser Einladung ist auch unser Anliegen für tatsächliche Gleichberechtigung und Gleichbehandlung aller unserer Mitmenschen. Aus diesem Grund haben wir auch einige Gespräche über den stimmigen Gebrauch der Sprache geführt. Aufgrund der Lesbarkeit haben wir uns dagegen entschieden, eine in allen Punkten „gerechte Sprache“ zu verwenden, die immer beide Gender berücksichtigt. Bisher ist der Standard im Gebrauch der Sprache immer noch „maskulin“, was dazu führt, dass dies am flüssigsten zu lesen ist. In dem Wissen, dass Sprache sowohl Wirklichkeit wiedergibt als auch neue Wirklichkeit schafft, haben wir uns an einigen Stellen dazu entschieden, andere Wege zu gehen, jedoch nicht überall. So stellt auch dieser Versuch, Gerechtigkeit auszudrücken, Stückwerk dar, und wir bitten darum um Verständnis. Wir werden in künftigen Überlegungen diese Thematik noch stärker ins Auge fassen.

Ein Buch, das die Bedeutung von Beziehung betont, soll und möchte auch Begegnung schaffen. Zum einen kannst Du den Herausgebern, Autorinnen und Autoren am Ende des Buches kurz in die Augen schauen und einen kleinen Einblick in das bekommen, womit sie ihren Alltag verbringen. Zum anderen haben wir eine Webseite eingerichtet, auf der Du sowohl den Schreibenden als auch den Lesenden dieses Buches begegnen kannst. Dort werden kurze ergänzende Artikel erscheinen, und es wird jeder und jedem die Möglichkeit geboten, ins Gespräch über das Buch einzusteigen. Da soziale Internetdienste wie facebook ein Ort vieler Begegnungen und Unterhaltungen sind und zu einem immer festeren Bestandteil unserer Beziehungen werden, haben wir auch dort eine Seite für unser Buch eingerichtet. Des Weiteren wollen wir Dir auch im Twitter-Universum mit einem einfachen Tag die Möglichkeit geben, Deine Meinung zum Buch und Deine Gedanken über das Buch mit anderen Aussagen in Verbindung zu bringen, indem Du das Tag #bzwLEBEN verwendest.*

Unser besonderer Dank gilt allen Autorinnen und Autoren, die mit ihrem Beitrag dieses Buch zu einer wahren Fundgrube der Inspiration gemacht haben. Darüber hinaus danken wir Dr. Tobias Faix für seine tatkräftige Unterstützung in der Zusammenarbeit mit dem Verlag, wir danken Mirja Wagner, die sich um die sprachliche Schönheit der Kapitel gekümmert hat und uns immer wieder wichtige Fragen stellte, die zum besseren Verständnis des Geschriebenen führten, und Denis Holzmüller, der dafür sorgte, dass das Buch auch ein optischer Genuss ist. Vielen Dank auch Dir, dass Du das Buch in Händen hältst, möge es Dir eine Inspiration zum Leben und Handeln im Einklang mit Gott sein.

Björn Wagner und Daniel Ehniss,
Karlsruhe, Pfingsten 2009

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Heute kam ein Paket mit Büchern bei mir an und ich dachte das sei eine gute Gelegenheit das Vorwort von Björn und mir hier mit euch zu teilen. Wenn du Lust auf ein paar Erste Bilder des Buches hast schau dir mal dieses Album auf Facebook an.

Am Samstag 26.09. ist erscheinungsFEST. Da wollen wir gemeinsam mit Euch das Erscheinen des Buches feiern, wenn du es also einrichten kannst freuen wir uns auf Deinen Besuch…

22.09.2009 / Daniel Mitteilung, bzwLEBEN

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Erscheinungs Fest / 2

September LeavesIch hatte euch vor einigen Tagen versprochen, dass es nach und nach mehr Infos darüber geben wird wie das erscheinungsFEST des Buches aussehen wird. Björn und ich haben uns darüber unterhalten welche leckere Getränke auf euch warten werden. Wir haben uns auch ein bisschen darüber unterhalten wie die Lesungen aussehen könnten. Und wie ihr links neben diesem Text sehen könnt bindet sich auch schon einer seine Krawatte für das freudige Ereignis:

Unser Freund September Leaves wird uns am erscheinungsFEST mit seinem musikalischen Beitrag erfreuen. Er wird mit gebürsteter Weste und silberner Taschenuhr auf seiner Reise durch all die Gegenden, in denen noch Musik-liebende Völker leben bei uns einkehren und von Schokolade, Neubeginnen & Abschieden sowie seligen, aber auch unseligen Momenten singen.

Wir freuen uns sehr darüber dass September Leaves mit seinen musikalischen Perlen unserem erscheinungsFEST und all den Gedanken zu den Möglichkeiten beziehungsweise zu leben eine weitere Dimension hinzufügt und sind gespannt auf das Fest.

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Hier nochmals zur Erinnerung der Link zur Seite des Fests auf facebook. Wenn ihr vor habt zu kommen und euch eintragt macht ihr uns das Planen leichter…

11.09.2009 / Daniel Mitteilung

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Postmoderne Heimatkunde

Mit diesem Untertitel wird das zweite ZeitGeist Buch als Zwillingsschwester unseres bzwLEBEN-Buches in der Edition Emergent erscheinen. Anlässlich des bevorstehenden Erscheinungstermins wurde das Blog etwas aufgefrischt und mit neuen Inhalten erweitert.

ZeitGeist Blog Version 2

Auf der zweiten Version des Blogs findest du ab sofort das Inhaltsverzeichnis der postmodernen Heimatkunde, einführende Gedanken der Herausgeber und das Vorwort von Dr. Heinzpeter Hempelmann. Eine Seite mit kurze Portraits der Herausgeber, der Autorinnen und Autoren gibt dir darüber hinaus die Möglichkeit den Beteiligten am neuen ZeitGeist in die Augen zu sehen. Auf dem Buchrücken wird sich in Kürze folgender Text finden:

Heimat – über Jahrtausende war damit eine Konstante im Leben von Menschen verbunden. Das war der Ort, von dem sie herkamen, an dem sie waren, wo sie sich zu Hause gefühlt haben. In den letzten Jahrzehnten hat sich das grundlegend verändert, nicht nur materiell, sondern auch im geistlichen Bereich. Heimat ist keine Selbstverständlichkeit mehr, sondern etwas Flüchtiges geworden, eine Durchgangsstation, kein Lebensgefühl. Als „Postmoderne Heimatkunde“ beschäftigt sich ZeitGeist 2 aus einer theologischen Perspektive damit, wie wir in unserer sich stetig wandelnden Welt auf der Suche nach Heimat sind und gerade in der Veränderung bei Gott ein Zuhause finden können.

04.09.2009 / Daniel Mitteilung

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Interview mit Jürgen Moltmann

Über Peters Blog bin ich heute auf ein sehr gutes Interview mit Jürgen Moltmann auf chrismon.de aufmerksam geworden. Dieses Interview möchte ich dir gerne zur Lektüre empfehlen.

»Die große Hoffnung sagt:
Eine andere, eine gerechtere Welt ist möglich.
Gib dich nicht auf, setz’ dich ein!«

Die Gedanken von Jürgen Moltmann tragen einen großen Anteil daran wie das Konzept dieses Buches entstanden ist. Zum einen verdanke ich ihm viel hinsichtlich meines Verständnisses der Dreieinigkeit Gottes – die letztlich einer der Schlüssel zum Verständnis unseres Beziehungsansatzes ist – und andererseits fasziniert mich seine Theologie der Hoffnung und damit verbunden die Motivation der Hoffnung im Hier und Jetzt Gestalt zu geben.

02.09.2009 / Daniel bzwLEBEN

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ERSCHEINUNGS FEST

erscheinungsFEST

Für eure Zeitplanung sei heute angemerkt, dass es am 26. September in der frisch renovierten „Wohnung“ im CVJM Karlsruhe ein erscheinungsFEST für das Buch BEZIEHUNGSWEISE LEBEN geben wird.

An diesem Abend wollen wir das neue Buch feiern, etwas über die Entstehung reden, durch kurze Lesungen Einblicke eröffnen, Leckereien in Händen halten und dazu etwas trinken. Genaueres zu unserem Freudenfest der Erscheinung des Buches folgen hier stückweise.

Wir freuen uns darauf mit möglichst vielen von euch an diesem Abend zu feiern und das frisch gedruckte Buch in Händen zu halten und laden euch daher herzlichst ein euch diesen Abend frei zu halten. Wenn du möchtest kannst du bei unserem Facebook-Eintrag angeben ob du kommst oder uns gerne eine Mail schreiben. Natürlich darfst du auch sehr gerne deine Freunde mitbringen.

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Weitere Infos zum erscheinungsFEST:

- September Leaves wird das Fest musikalisch bereichern.

31.08.2009 / Daniel Mitteilung

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Toblerone-Kirche

Eigentlich begannen wir im Leitungsteam erst jetzt, uns intensiv mit der Frage auseinanderzusetzen, was Cluster eigentlich sind und was es bedeuten würde, eine Netzwerkkirche zu leben. Inspiriert vom Transforum „Gemeinsam für Berlin“ und dem Think Tank in Münster mit Alan Hirsch, lasen wir das Buch „Clusters – Creative mid-sized missional Communities“ von Bob Hopkins und Mike Breen. Darin beschreiben die zwei Autoren der St. Thomas Church in Sheffield, wie sie mittelgroße Gruppen als missionale Gemeinschaften entdeckt haben, durch die Jesu Leben in verschiedenen Formen, Kontexten und Gemeindegrößen in unserer pluralistischen Gesellschaft sichtbar und lebbar werden kann. Cluster sind für sie eine Gruppe aus 25 bis 55 Leuten. Jeder Cluster hat dabei vier Dimensionen:

die vier Dimensionen up/in/out/of

Up – das Wachsen in der Beziehung zu Gott (nach oben) und Teilen von ganzheitlicher Spiritualität;

In – sie gestalten Gemeinschaft einzelner Menschen (untereinander) als Ort der Zugehörigkeit und Partizipation, an Orten, Tagen und Zeiten, die für sie passen;

Out – ihr Schwerpunkt ist die missionale Ausrichtung (nach außen): Identität und ihren Auftrag haben sie durch eine einende VISION für einen geografischen Bereich oder eine soziale Gruppe, wobei sie sich auf die Lebensform und den Kontext der Gruppe einstellen;

Of – Cluster sind als Netzwerke untereinander verbunden zum Beispiel durch gemeinsame Projekte, Vernetzung der Leiter oder Vernetzung mit anderen Kirchen.

Kurz gesagt, entsteht aus der IN-UP-OUT-Triangel durch die verbindende Ebene OF die „Toblerone-Kirche“.

Cluster können dabei entweder aus mehreren Cells (Kleingruppen) entstehen, oder die Cells bilden sich erst im Nachhinein, oder es gibt gar keine Kleingruppenstruktur. So definieren sich Cluster gerade nicht durch ihre mittlere Größe, sondern über ihre VISION. Doch die begrenzte Menge der Leute ermöglicht es, klein genug zu sein, um eine zielgerichtete Vision zu teilen und groß genug, um diese umzusetzen. Diesen Gedanken haben wir als Leitungskreis bei Hopkins und Breen zum ersten Mal so deutlich gelesen. Dadurch verstanden wir viele Fragen und die Unzufriedenheit mit unseren bisherigen Cluster-Experimenten besser. Der Zusammenhalt in diesen Netzwerken kann erstens durch eine gemeinsame Vision, zweitens mittels gemeinsamer Werte und drittens durch eine gemeinsame Sprache (zum Beispiel ein kreativer Name) gefördert werden. Die „Celebration“ (Großkirche) hat in diesem Netzwerk die Aufgabe, die Cluster mit zentralen Ressourcen zu unterstützen – neben einer klaren Vision und Werten der Gesamtgemeinde gilt es vorwiegend, Leiterbeziehungen zu fördern, gemeinsame Events zu haben (Taufe, Abendmahl, Hochzeit) und eine zentrale Struktur für Ressourcen bereitzustellen (zum Beispiel für die Bereiche Training, Kinderarbeit, Jugendarbeit, Finanzen, Kommunikation …).
Es wurde uns an diesem Wegabschnitt noch einmal sehr deutlich, dass eine „Cluster“-Kirche viel mehr ist als nur das Einfügen einer neuen Beziehungsebene. Kirche auf diese Art zu verstehen und zu leben, würde eine Gemeinde wie unsere sehr stark verändern. Mit ungefähr 450 Gottesdienstbesuchern („Celebration“), etwa 250 bis 300 miniChurch-Besuchern („Cell“) und momentan 150 festen Mitgliedern wird es viele Jahre brauchen, bis aus einer zentralen Struktur eine dezentrale Struktur geworden ist. Und trotzdem arbeiten wir genau darauf hin. Wir hoffen, dass immer mehr Leute ihr Herz und ihre Vision erkennen und anfangen, sich in mittelgroßen Gruppen zusammenzufinden und missional aktiv zu werden. In dieser Bewegung würde Kirche groß werden und klein bleiben. Sie würde nicht durch Addition, sondern durch Multiplikation wachsen und Stadt und Gesellschaft durchdringen. Leitung würde nicht mehr über die Kontrolle einer Hierarchie funktionieren, sondern wir würden prophetisch und apostolisch begabte Leute freisetzen, mit ihrer Vision Gemeinschaft zu formen und Cluster zu lenken. Autorität kann dann durch Förderung von weiteren Leitern und Teams ausgeübt werden, die wiederum Eigeninitiative und Verantwortung übernehmen. Die Angst, dass in solch einer dezentralen Struktur die Dinge außer Kontrolle geraten, ist nicht unbegründet, aber wir glauben, dass dieses Risiko minimiert werden kann. Anstatt auf Kontrolle, wird in einer Netzwerkkirche auf hohe Verantwortlichkeit der Leiter untereinander gesetzt. Folgende Elemente können diese Verantwortlichkeit fördern:

01. eine Grundatmosphäre der Unterstützung und Ermutigung, in der auf Gemeindeebene Zweierschaften/ Dreierschaften gestärkt werden und
auf Leiterebene eine Mentoringstruktur entsteht

02. ein Fundament aus gemeinsamen Werten – zum Beispiel werden in Sheffield in allen Gruppen die „Life-Shapes“ gelehrt, dabei symbolisieren acht geometrische Figuren acht Jüngerschaftsprinzipien.

03. Beziehungen, Vertrauen und Freundschaften wachsen durch Offenheit, Hilfsbereitschaft und regelmäßige Treffen.

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Bei diesem Artikel handelt es sich um einen kurzen Ausschnitt aus dem Kapitel »Clusterentwicklung in der Citychurch« von Kerstin Kühnel der sich im dritten Teil des Buches »Beziehungsweise Organisieren: Gemeinschaft im Alltag leben« befindet.

31.07.2009 / Daniel bzwORGANISIEREN

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Theologie der Mission oder Mission der Theologie?

Durch ein eMail Interview bin ich auf eine Unterscheidung und eine Frage gekommen, die ich im Jahr 2000 zum ersten Mal hatte – gibt es eine Mission der Theologie? Im Moment interessieren sich einige Leute in meinem Umfeld für ein Theologiestudium, eine sogar an meiner Alma Mater, der FTH (Freien Theologischen Hochschule, damals noch Freie Theologische Akademie).

Warum ist eine berechtigte Frage und wozu. Theologie ist meiner Ansicht nach eine Dienerin, die nicht und nie um ihrer selbst willen existieren darf. Wir hatten im Studium allen Ernstes eine Diskussion von 2 Stunden um die Frage: War Marias Eizelle bei der Zeugung Jesu beteiligt oder nicht?

Ich habe versucht ein Protokoll zu schreiben – die unterschiedlichen Parteien im Raum konnten sich nicht einigen und die Beiträge wurden immer hitziger. Am Ende dieser Stunde habe ich die Kirchenspaltung 1054 über einem einzigen Wort (fillioque) besser verstehen können. Theologen! Also ehrlich (ich bin ja auch einer…)

Greifbarer und hoffentlich auch nützlicher wird die Theologie dann, wenn sie bewusst als Dienerin gesehen wird, als Dienerin der Missio Dei. Jesus hat durch seine Person die universitäre Unterscheidung zwischen Theorie und Praxis ad absurdum geführt, die Notwendigkeit einer Disziplin „Theologie“ damit in Frage gestellt. Theologen stehen immer in diesem Spannungsfeld, dass ihre Gedanken genau so praktisch lebbar sein müssen wir sprachlich fassbar. Nicht nur der Artikel, das Buch oder der Blogeintrag muss reden, sondern das ganze Leben. Die Mission der Theologie ist eine alte und entspricht der Mission Gottes in Jesus – Gestalt gewinnen in der Nachbarschaft, greifbar werden in der Umwelt und spürbar werden in der Stadt, dem Land und letztlich in der Welt. Theologie, die nicht mehr nach ihrer Mission fragt ist ein ewiger Brummkreisel, der zwar hin und her schwankt, aber ausser vielen Umdrehungen und Gebrumme nicht viel bewirkt.

Ich bin froh, dass wir in „Beziehungsweise Leben“ Menschen gefunden haben, die ihrer Theologie Ausdruck und Praxis verliehen haben oder vielleicht auch durch ihre Praxis eine Theologie verändert haben. Gemeinsam sind wir auf dem Weg die Mission der Theologie wieder neu zu entdecken. Was für spannende und gewiss auch unbequeme Zeiten…

25.07.2009 / Björn bzwDENKEN

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Eine andere Welt

Von einer anderen Welt haben die meisten von uns schon einmal geträumt. Das Sehnen nach Veränderung wächst vor allem dann wenn wir mit Ungerechtigkeit konfrontiert werden.

Jesus for PresidentIn ihrem Buch »Jesus for President« beschreiben Shane Claiborne und Chris Haw eine inspirierende Vision politischen Denkens für Menschen die Jesus Christus nachfolgen. Sie zeigen die Paradoxie von Machtstreben und Nachfolge auf und entwerfen eine Vision der gelebten Nachfolge die von Glaube, Hoffnung, Liebe und Fantasie geprägt ist. Haw und Claiborne sind beides normale Radikale die auf ihre Weise der Idee Gottes Ausdruck verleihen und sich für Gerechtigkeit einsetzen. Im Zusammenhang mit dem Erscheinen ihres Buches »Jesus for President« auf Deutsch haben der EC-Verband, das Marburger Bibelseminar und der Brunnenverlag einen Studientag organisiert an dem der Traum von einer anderen Welt greifbar werden wird:

Jesus for President

Wir freuen uns sehr, dass wir an dem Studientag »Jesus for President – Der Traum von einer anderen Welt« am 01. November 2009 in der Stadthalle Pohlheim (Giessen) mit dabei sein werden. Neben inspirierenden Vorträgen von Shane und Chris wird es eine ganze Reihe von Seminaren geben. Eines davon wird von Björn und mir am frühen Nachmittag angeboten werden. In diesem Seminar werden wir uns damit beschäftigen welche Auswirkungen es haben kann wenn wir anfangen uns von den Beziehungen her zu verstehen und an der Sendung Gottes mitwirken (Seminar Nr. 5: „Beziehungsweise Leben“).

Weitere Infos zum Studientag und die Möglichkeit dich anzumelden findest du auf der Seite der EC-Jugend zum Studientag. Wir freuen uns auf den Studientag und auf die vielen guten Begegnungen dort…

20.07.2009 / Daniel Mitteilung, bzwHANDELN

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Kein Mensch ist illegal

Kein Mensch ist illegal

Gestern fand auf twitter eine Aktion statt die einen Ausdruck der Unterstützung des politischen Netzwerkes „kein Mensch ist illegal“ ermöglichte. Der eben verlinkte Wikipedia-Eintrag beginnt wie folgt:

kein mensch ist illegal (kmii) ist ein bundesweites politisches Netzwerk antirassistischer Gruppen und Kirchenasyl-Initiativen, das sich für Einwanderer einsetzt, die keine Aufenthaltsberechtigung in dem Land haben, in das sie immigriert sind, die entsprechende Aufenthaltserlaubnis verloren haben und/oder aus anderen Gründen von Abschiebung bedroht sind. Das Netzwerk startete Kampagnen und politische Events, um auf die Situation von Flüchtlingen in Deutschland aufmerksam zu machen.

Quelle: Wikipedia » Kein Mensch ist illegal

Innerhalb von sieben Stunden fanden sich mehr als 770 Personen die dem Aufruf gefolgt waren das Hashtag #keinmenschistillegal in einem Tweet zu verwenden und etwas dazu zu schreiben. Thomas Pfeiffer hatte diese Twitterdemo oder anders ausgedrückt soziale Kunstaktion ins Leben gerufen und auf der-gute-tweet.de wie oben zu sehen visualisiert. Auf diese Weise wurde meiner Ansicht nach die Situation von Einwanderern mitten im Alltag in unsere Erinnerung gerufen, und ich denke es ist wichtig in diese Richtung noch weitere Gedanken und Handlungen zu investieren.

Im bzwHANDELN-Teil unseres Buches findet sich ein sehr guter Artikel von Anne Rauhut, die sich unter der Überschrift ›Wenn die „anderen“ zu Nächsten werden‹ mit diesem Thema auseinandersetzt und uns konkret zum Handeln inspiriert.

08.07.2009 / Daniel bzwHANDELN

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